Sozial-ökologische Transformation

Unser Ziel: Eine sozial-ökologische Transformation, die alle mitnimmt, weltweit und vor Ort

Das Wissen um die (sozialen) Folgen der Klimakrise erhöhen

Weltweit ist die Dringlichkeit und die Bereitschaft die Klimakrise zu bekämpfen gestiegen, auch in Russland. Russland ist dabei eines der Schlüsselländer im Kampf gegen die Klimakrise, so liegen z.B. etwa 50% von Russlands Landfläche in der Permafrost-Zone. Gleichzeitig ist Russland auch überdurchschnittlich von der globalen Erwärmung betroffen – die Durchschnittstemperatur steigt ca. 2,5-mal schneller als der globale Durchschnitt, das Schmelzen der Permafrostböden führt zu immensen Schäden an der Infrastruktur innerhalb des nördlichen Polarkreises und zusätzlich bestehen Risiken durch Waldbrände, vektor-übertragende Krankheiten und anderen negativen Konsequenzen. Trotzdem ist das Wissen um die sozialen Folgen der Klimakrise in Russland noch unzureichend beleuchtet – wir unterstützen daher Forschung und Aufklärung, dass Russland besser gerüstet ist für die Herausforderung der Zukunft.

Die Klimakrise bekämpfen, sozial und gerecht

Weltweit müssen alle Staaten an der Bekämpfung der Klimakrise gemeinsam arbeiten. Dafür brauchen wir CO2 neutrale Volkswirtschaften und müssen jetzt beginnen, unsere Emissionen drastisch zu reduzieren. Hierfür brauchen wir Konzepte für die, die von den Folgen der Klimawandel besonders betroffen sind, als auch für die, die durch die Transformation hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft in ihrer Lebensgrundlage bedroht sind. Dieser Wandel muss sozial gerecht und solidarisch gestaltet werden, global wie national. Dazu ist die Beteiligung der Zivilgesellschaft und aller Bürger_innen genauso wichtig wie die Einbeziehung der Wirtschaft. Nur im gemeinsamen Dialog zwischen Staat, Zivilgesellschaft und Wirtschaft kann diese Krise bewältigt werden.

Just Transition - Die Transformation als Chance begreifen

„Gesamtwirtschaftlich ist nichts vernünftig, was ökologisch unvernünftig ist. Ökologie ist kein Zusatz zur Ökonomie.“ So heißt es im Berliner Programm der SPD von 1989. Dieser Satz ist weiterhin gültig. Weltweit und auch für Russland bietet sich die Chance, durch die wirtschaftliche Transformation mehr Verteilungsgerechtigkeit und einen höheren Lebensstandard zu erzielen. Um das gerecht zu schaffen, braucht es eine ökologische Industriepolitik, aktive Bildungs- und Weiterbildungspolitik, eine aktive Arbeitsmarktpolitik und soziale Schutzmaßnahmen.

Erneuerbare Energien fördern

Für Russland als ressourcenbasierte Ökonomie wird das eine große Herausforderung in den nächsten Jahren werden. Gleichzeitig hat Russland ein enormes Potenzial an Erneuerbaren Energien wie Windenergie und zur Produktion von neuen Energieträgern, wie bspw. Wasserstoff. Dies bietet Chancen für eine Beteiligung der Bevölkerung an der Energieversorgung wie bspw. Kooperativen oder Jobperspektiven. Gleichzeitig müssen die Gegenden, in denen bisher Kohle-, Öl- und Gas gefördert wird, fit für die Zukunft gemacht werden. Die FES unterstützt hier u.a. durch Austausch, Vernetzung zu Möglichkeiten wie bspw. Renaturierung oder anderer Maßnahmen.

Multilaterale Kooperationen stärken

Eine Kooperation zwischen Russland und der EU, zwischen Russland und Deutschland und innerhalb multilateraler Organisationen ist notwendig, um die Klimakrise zu bekämpfen. Russland hat sich zu den Pariser Klimazielen bekannt und damit dazu, der Krise gemeinsam zu begegnen. Die FES Russland unterstützt und fördert den bi- und multilateralen Dialog und Kooperation auf der politischen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Ebene.

Veranstaltungen

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15.02.2018 | Sozial-ökologische Transformation | Veranstaltung

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