Egon Bahr Fellowship

  • SPD-Parteitag in Hamburg (15.11.1977) фото: J.H. Darchinger / Friedrich-Ebert-Stiftung

Wandel durch Annäherung - unter diesem Motto prägte Egon Bahr (SPD) als Bundesminister in den 1970-er Jahren die „Neue Ostpolitik“ der Bundesregierung unter Kanzler Willy Brandt. Inmitten des Kalten Krieges avancierte der „Architekt der Ostverträge“ zu einem Wegbereiter einer Entspannungspolitik, die mit einer Politik der kleinen Schritten das Verhältnis der Bundesrepublik Deutschland zur Sowjetunion, zu Polen, zur CSSR und zur DDR auf eine neue vertrauensvolle und kooperative Grundlage stellte.

Mehr als 40 Jahre später bietet die FES Moskau einer neuen Generation von politisch denkenden und handelnden Nachwuchsführungskräften die Möglichkeit, als Fellow „Multiplikator_innen" im Sinne der von Bahr und Brandt geprägten „Neuen Ostpolitik" zu werden.

Das Egon Bahr Fellowship Programm wird jährlich vom Moskauer Büro ausgeschrieben und bietet den Teilnehmer/Innen einen umfassenden und tiefgehenden Einstieg in die deutsch-russischen Beziehungen. Es richtet sich an politisch Aktive und kreative Denker, fortgeschrittene Studenten sowie junge Berufstätige im Alter von 25 bis 35 Jahren. Ziel des Programms ist es, ein vertieftes Verständnis für die europäisch-russischen Beziehungen und ihres jeweiligen politischen Kontexts zu vermitteln. Übergeordnete Schwerpunkte sind die Bereiche Sozial- und Wirtschaftspolitik, Demokratie und Zivilgesellschaft sowie Außen- und Sicherheitspolitik. Zudem werden in deutsch-russischen Teams ausgewählte Themen mit regionaler Bedeutung Im Rahmen von Seminaren in Deutschland und Russland recherchiert und diskutiert.

Das erste Egon Bahr Fellowship Programm fand im Jahr 2012 mit Tagungen in Moskau und Kostroma (7. bis 15. Juli) und in Berlin (21. bis 24. November) statt. Es wurde persönlich von Egon Bahr in Moskau wenige Wochen nach seinem 90. Geburtstag eröffnet. Das zweite Egon-Bahr-Fellowship fand im Jahr 2013 in Berlin, Potsdam, Erfurt und Moskau statt. Im Jahr 2014 fand das Egon-Bahr-Fellowship in St. Petersburg und Petrosawodsk, der Hauptstadt der Republik Karelien statt. Das vierte Egon-Bahr-Fellowship führte im September 2015 nach Berlin, Hamburg und den Kreis Bad Segeberg.

Der Fokus der Egon Bahr Fellowship 2017 liegt auf den Themen: nachhaltige Selbständigkeit, Start-Ups und Innovationen in Regionen, die große Erfahrungen mit erfolgreichen Transformationsprozessen haben. Das Programm findet vom 12. bis zum 18. November 2017 in Hamburg, Schleswig-Holstein, Stuttgart und anderen Städten in Baden-Württemberg statt. Bewerbungsfrist ist vom 14. Juli bis zum 20. August. Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

Das Egon Bahr Fellowship Programm wird unterstützt vom Staatssekretär a.D., Bundestagsabgeordneten, stellevertretenden Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag und Berichterstatter für Russland in der SPD-Bundestagsfraktion, Franz Thönnes (SPD).

Das Egon Bahr Fellowship Programm

  • 2012

    Die Egon Bahr Fellows 2012 erarbeiteten basierend auf einer einwöchigen Recherche in der Wolgastadt Kostroma Policy Paper zu ausgewählten Themen der Sozialpolitik, Zivilgesellschaft, sowie der Wirtschafts- und Medienpolitik in Russland.

    Die Ergebnisse und Empfehlungen wurden dem Gouverneurs des Oblastes Kostroma Sergei Sitnikow persönlich vorgestellt sowie bei einer Veranstaltung in Berlin mit dem Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes sowie dem stellvertretenden Gouverneur des Gebietes Kostromas Evgeniy Kazakov und des stellv. Präsidenten des Stadtparlaments Alexey Sitnikov diskutiert.

    Ergänzt wurde das Egon Bahr Programm 2012 um ein Rahmenprogramm in Moskau und Berlin mit hochrangigen Gesprächspartnern u.a. mit Bundesverteidigungsminister a.D. und ehemaligen

  • 2013

    Die Egon Bahr Fellows 2013 erarbeiteten basierend auf einer einwöchigen Recherche in Thüringen Policy Papers zu ausgewählten Themen der Sozialpolitik, Zivilgesellschaft, sowie der Wirtschafts- und Medienpolitik in Deutschland.

    Die Ergebnisse und Empfehlungen wurden in Moskau gemeinsam mit Hans-Joachim Spanger von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) diskutiert. 

    Ergänzt wurde das Egon Bahr Programm 2013 um ein Rahmenprogramm in Moskau, Berlin und Potsdam mit hochrangigen Gesprächspartnern wie dem damaligen Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Frank-Walter Steinmeier, dem stellv. Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma Alexander Romanowitsch, dem Ministerpräsidenten Niedersachsens Stephan Weil und mit dem Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland Vladimir Grinin.

  • 2014

    Bereits im dritten Jahr infolge fand vom 25. September bis zum 4. Oktober 2014 das „Egon Bahr Fellowship“ statt. Das Programm wurde anlässlich des 90. Geburtstages des prominenten Architekten der Ostpolitik im Jahr 2012 ins Leben gerufen, um junge Abgeordnete, politische Aktivisten, Gewerkschafter, Wissenschaftler und Journalisten aus beiden Ländern miteinander ins Gespräch zu bringen und so eine nachhaltige Bindung der jungen Talente zum jeweils anderen Land herzustellen. In diesem Jahr fand das Fellowship, welches durch den Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes betreut wird, in St. Petersburg und Petrosawodsk, der Hauptstadt der an der Grenze zu Finnland liegenden Republik Karelien statt.

    Trotz einer schwierigen politischen Großwetterlage des Jahres 2014 fanden die Fellows schnell einen vertraulichen Zugang zueinander, um im Dialog mit verschiedenen Akteuren aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft gemeinsame Politikempfehlungen in den Bereichen „Regionale Umweltpolitik“ und „Beteiligung der Jugend an politischen Entscheidungsprozessen“ zu entwickeln. Diese wurden am letzten Tag vor leitenden Mitarbeitern der Regional- und Stadtverwaltung, Journalisten, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Abgeordneten vorgestellt und diskutiert.

    Unter Begleitung von Franz Thönnes gab es zudem die Chance für zahlreiche politische Gespräche mit Politikern aus Regierung und Opposition sowohl im Stadtrat von St. Petersburg, als auch in der gesetzgebenden Versammlung der Republik Karelien.

    Der Draht zwischen jungen Menschen aus beiden Ländern ist existenziell für die zukünftigen Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Gerade deshalb hat das Programm das Ziel, auch durch den Aufbau einer begleitenden Alumniarbeit mit ehemaligen Fellows in einem langfristigen Ansatz

    sowohl eine Vernetzung zwischen russischem und deutschem politischen Nachwuchs zu erzeugen, als auch für Verständnis für die Positionen der jeweils anderen Seite zu werben.

  • 2015

    In Anlehnung an die politische Ausrichtung der Ostpolitik Egon Bahrs – Wandel durch Annäherung – fand im September 2015 das vierte Egon Bahr Fellowship statt. Ziel des Fellowships ist es, Nachwuchspolitiker_innen, Gewerkschaftler_innen, Journalisten_innen und andere zivilgesellschaftliche Akteure miteinander in Austausch zu bringen. Bereits seit 2012 steht das Programm erfolgreich unter der Schirmherrschaft des Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes.

    Je 10 Teilnehmer_innen aus Russland und Deutschland haben gemeinsam ein vielseitiges siebentägiges Programm durchlebt. Bei einer Vielzahl an Terminen in Berlin, Hamburg sowie in Bad Segeberg und Schleswig-Holstein kam es zu spannende Diskussionen. Hochkarätige Gesprächspartner waren u.a. der ehemalige Ministerpräsident von Brandenburg Matthias Platzeck, der Regierende Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz sowie wie Ralf Stegner, stellvertretender Vorsitzender der SPD.

    Eine Möglichkeit nicht nur kontrovers zu diskutieren, sondern auch die Situation vor Ort zu erleben, wurde z.B. bei dem Besuch einer Erstaufnahmeunterkunft für Flüchtlinge greifbar. Der Themenbereich Migration stellte ein wesentliches Arbeitsgebiet des Egon Bahr Fellowships 2015 dar. Darüber hinaus rückte die Thematik des friedlichen Zusammenlebens mit nationalen Minderheiten bei einem Besuch in Flensburg in den Fokus.

  • 2016

    Egon Bahr Fellowship 2016

    Yekaterinburg – a changing city in a changing region.
    01. - 09. Oktober 2016

    Die Egon Bahr Fellowship hat, im mittlerweile fünften Programmjahr, lokale Fragen mit gesamtnationaler Bedeutung aufgegriffen. Für die Teilnehmenden bot die Fellowship Zeit und Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit konkreten regionalpolitischen Herausforderungen. Darüber hinaus regte sie zu Austausch und Diskussionen unter den Teilnehmenden an. Gespräche mit hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Journalismus ergänzten das Vorhaben.

    Das Programm bestand aus zwei Teilen. Der erste Teil fand vom Samstag den 1. bis Dienstag den 4. Oktober 2016 in Moskau statt. Der zweite Teil des Programms begann am Abend des 4. Oktober mit der Ankunft in Jekaterinburg und endete am 9. Oktober mit der Abreise.

    Der Moskauer Programmteil war für den Einstieg in die Egon Bahr Fellowship gedacht. Neben dem ersten Kennenlernen der Gruppenteilnehmer_innen stand inhaltlich der allgemeine Austausch, zu Deutsch-Russischen Beziehungen und den Wahrnehmungen zur politischen Situation, im Vordergrund.

    Franz Thönnes, MdB, ist seit mehr als fünf Jahren Schirmherr der Fellowship. Auch im Jubiläumsjahr war er für einen Teil des Programms vor Ort. Am Abend des 1. Oktobers 2016 eröffnete er gemeinsam mit Alumni aus den Vorjahren das Jubiläumsprogramm. Er stand gemeinsam mit Mirko Hempel, dem Leiter der Vertretung der FES in Russland, am Sonntag, 2. Oktober 2016, Rede und Antwort über die Perspektiven der deutschen Sozialdemokratie in Russland. Am Montag ordnete Franz Thönnes, durch die Präsentation der zehn Punkte-Agenda des Petersburger Dialogs für die Gruppe die Deutsch-Russischen Beziehungen ein. Insbesondere die direkten Gespräche mit den Teilnehmenden, in Programmpausen, wie den Abendstunden, wurden von den Programmteilnehmenden im Feedback sehr positiv erwähnt. Zum Abschluss des Moskauer Programmteils war die Gruppe der Egon Bahr Fellowship gemeinsam mit Franz Thönnes zu den Feierlichkeiten des Tags der Deutschen Einheit in die Residenz des Deutschen Botschafters in Russland eingeladen.

    Der inhaltliche Fokus der Egon Bahr Fellowships 2016 lag auf Entwicklungsprozessen der Stadt Jekaterinburg, in einer sich wirtschaftlich, kulturell und politisch wandelnden Region. Drei Arbeitsgruppen haben sich dem Thema anhand je eines konkreten Beispiels angenähert:

    • lokale Selbstverwaltung in der Hauptstadt des Ural-Gebiets,
    • die Wirtschaftssituation der Region Sverdlowsk
    • die Bedeutung der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Jekaterinburg.

    In Kooperation mit der Uralischen Föderalen Universität und dem Ural Management Institute Russian Presidential Academy for Economy and Public Administration wurden in Jekaterinburg zahlreiche Treffen mit Vertreter_innen von Stadtverwaltung und Kultur organisiert. In der Zwischenzeit hatten sich Kleingruppen getroffen, um gemeinsam ihre Erlebnisse und Fragestellungen auf Facebookseiten zu veröffentlichen. Die Seiten finden Sie unter den unten genannten links.

    Zur Abschlusspräsentation am 8. Oktober 2016 haben die Teilnehmenden Ihre Ergebnisse zusammengefasst:

    Die Gruppe a) hat als Ergebnis folgendes festgehalten:

    Die FIFA Weltmeisterschaft 2018 ist eine Gelegenheit für die Stadtentwicklung in Jekaterinburg. Die Stadt kann aus der WM gestärkt hervorgehen, beispielsweise indem internationale Kooperationen auf öffentlicher und privater Ebene gestärkt werden. Die Weltmeisterschaft ermöglicht Interaktion über Landesgrenzen hinweg. Darüber hinaus wird ein Budget von 19 Milliarden Rubel für neue Infrastruktur und allgemeine Vorbereitungen der Stadt für dieses Mega-Event ausgegeben. Hier gibt es die Möglichkeit, den Blick über das Jahr 2018 hinaus zu erheben und die Ausgaben in einer nachhaltigen Weise zu planen. Ein Experte, mit dem die Arbeitsgruppe sprach, fasste folgenderweise zusammen: „Stellt sicher, dass die Weltmeisterschaft tatsächlich mit und für die Leute stattfindet!“

    Gruppe b) konnte Wirtschaftsunternehmen erleben und u.a. dem Guss eines Goldbarrens beiwohnen. In Vorträgen hat die Gruppe die wirtschaftlichen Entwicklungen, in der einst gesperrten Stadt Jekaterinburg, nachvollzogen. Heute spielen Militär-Produktion und Metallurgie eine bedeutende Rolle in der Stadt. Bei der Abschlusspräsentation wurde schließlich auf das enorme Kreativitätspotential der Stadt Bezug genommen und dieses als komparativer Vorteil herausgearbeitet. So wurde die Anregung entwickelt, die wirtschaftliche Entwicklung deutlicher mit der kreativ-künstlerischen Strömung zu verbinden und dies nicht zuletzt auch für den Tourismus deutlich sichtbarer zu machen. Schließlich stellte die Gruppe b) eine Verbindung zwischen wirtschaftlichen Einflüssen und der Gesellschaft dar.

    Gruppe c) hat insbesondere die Austauschmöglichkeiten mit der aktiven und kreativen Szene der Stadt gesucht und gefunden. Eine NGO berichtete über Initiativen für die Verbesserung der ÖPNV-Infrastruktur. Hierbei wurde der Bezug zu einem Projekt erkennbar, das sich auf eine städtische Ausschreibung bezogen hatte. Durch das Engagement der NGO wurde ein Beitrag für ein neues Straßenbahnnetz geleistet. Die Musikszene in Jekaterinburg unterstrich mit ihrer Vereinigung das große Kreativitätspotential der Stadt. Jedoch stellte die Gruppe ebenfalls fest, dass der Rahmen für diese Kreativität durch die Regional- und Landesadministration erheblich eingeschränkt sind. Der Schein des Self-Government ist also getrübt. Das Fazit der Gruppe bestand im Aufruf, die bestehenden Freiräume so gut wie möglich zu nutzen und dies in Bemühungen um eine themenspezifische Städtepartnerschaft münden zu lassen.

    Die Teilnehmenden an der Egon Bahr Fellowship 2016 haben durch das Programm persönlichen Kontakte nach Deutschland und Russland aufbauen können. Eine Wahrnehmung der Beziehungen zwischen unseren Gesellschaften auf verschiedensten Niveaus von NGOs und Städtepartnerschaften bis zum Parlamentarier und Beamten konnte verbessert werde. Im Jahr 2016 haben die Kernveranstaltungen der Egon Bahr Fellowships in Jekaterinburg stattgefunden. Dabei konnten die Teilnehmenden die kreative Atmosphäre der Stadt, die Wirtschaftssituation, den Bereich der akademischen Bildung und das, als Tempel der Freiheit gehandelte Wahrzeichen der Stadt, das Jelzin Zentrums kennenlernen. Sie begegneten zahlreichen gesellschaftlichen Initiativen und dem Wunsch sich im Jahre 2018 im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft in Russland der Welt am besten zu präsentieren. Sie wurden konfrontiert mit den Problemen zwischen Russland und Deutschland, und begannen auf kleiner Ebene eine Basis für besseres Verständnis zwischen unsere Ländern zu schaffen. Die Teilnehmer werden sich sicher noch oft in Gedanken nach Jekaterinburg zurückkehren und begeistert daran zurückdenken. Wir, das FES Team, hoffen auch, dass die Ergebnisse dieses Seminars auch in der Praxis realisiert werden. Die Stadt Jekaterinburg hat bis jetzt noch keine Partnerstadt in Deutschland, die Leute wissen sehr wenig über diese Stadt aus dem „wirklichen“ Russland, einer Stadt mit vielen Probleme aber auch Möglichkeiten, die durch internationale Zusammenarbeit entsprechend gelöst und benutzt werden können. Wir hoffen, dass wir mit dem Egon Bahr Seminar-2016 dazu beitragen konnten.

    Urban development in Yekaterinburg: Football Worldcup 2018
    Economic development of the Sverdlovsk Region
    Local self-government in Yekaterinburg

  • 2017

    Egon Bahr Fellowship 2017 für deutsch-russische Verständigung

    VORANKÜNDIGUNG:

    Die Friedrich-Ebert-Stiftung in der Russischen Föderation (FES) lädt fortgeschrittene Studierende, junge Berufstätige sowie kreative politische Praktiker und Denker aus Deutschland und Russland ein, sich für die Egon Bahr Fellowship für deutsch-russische Verständigung zu bewerben. Die Egon Bahr Fellowship richtet sich vor allem an politisch Aktive, die Interesse haben, sich zukünftig stärker für die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland einzusetzen. Ziel des Programms ist es, ein vertieftes Verständnis für die deutsch-russischen Beziehungen im wechselseitigen Kontext zu fördern.

    Die Egon Bahr Fellowship greift im mittlerweile sechsten Programmjahr lokale Fragen mit gesamtnationaler Bedeutung auf. Sie bietet Zeit und Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit konkreten regionalpolitischen Herausforderungen und möchte Austausch und Diskussionen unter den Teilnehmenden anregen. Gespräche mit hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Journalismus ergänzen das Vorhaben.

    Das Programm findet vom 12. bis zum 18. November 2017 in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg statt (die genauen Orte werden demnächst ergänzt). Der Fokus der Egon Bahr Fellowship 2017 liegt auf den Themen nachhaltiger Selbständigkeit, Start-up-Unternehmen und Innovationen in Regionen, die Erfahrungen mit erfolgreichen Transformationsprozessen haben.

    Bewerben können sich fortgeschrittene Studierende aller Fachrichtungen, junge Berufstätige sowie politisch Aktive im Alter zwischen 25 und 35 Jahren. Sichere Kenntnisse der englischen Sprache sowie ein nachgewiesenes gesellschaftspolitisches Engagement werden vorausgesetzt. Deutsch- und Landeskenntnisse sowie (kommunal-)politische Erfahrungen und/oder erste start-up-business Erfahrungen bzw. Kenntnisse in der Kreativwirtschaft sind vorteilhaft, aber keine Voraussetzung. Ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fellowships sind herzlich eingeladen, sich wieder zu bewerben. Die FES übernimmt alle anfallenden Reise-, Aufenthalts-, und Programmkosten.

    Bewerbungen können ab dem 1. Juli 2017 bis spätestens 20. August 2017 eingereicht werden. Einzelheiten zu Bewerbungsablauf und – anforderungen werden zeitnah auf unserer Webseite und unserer Facebook-Seite veröffentlicht.

Friedrich-Ebert-Stiftung Russland

Jausski Boulevard 13
Gebäude 3, Büro 14 (4. Etage)
109028 Moskau

+7 (495) 937 53 23
+7 (495) 937 53 25

fes_mos(at)fesmos.ru

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